Preiskarbatschenschnellen 2019

44 Teilnehmer hatten wir in diesem Jahr. Am Schluss gab es in den einzelnen Altersklassen die entsprechenden Erstplatzierten. Umrahmt von Hänseleschreiber, Hänselevater und Narreneltern sind das zur Fasnet 2019: Felix Rager (7 Jahre), Emre Üsra (8 Jahre), Yannik Sandbach (10 Jahre), Moritz Märte (11 Jahre), Sven Lohmer (16 Jahre) und Max Kaiser (25 Jahre). Tolle Leistung und Gratulation.

Das 1500. Zunfthänsele ist da

Dominik Grab hätte es sich nicht träumen lassen, mal das 1500. Zunfthänsele zu sein. Fakt ist aber, dass genau diese Mitgliedsnummer seit Samstag die Hänselekappe des 24jährigen ziert. Im Rahmen der jährlichen Neuaufnahme in die Hänselezunft Überlingen (HZÜ) wurden diesmal insgesamt 28 neue Mitglieder aufgenommen.

Die Aufnahme in die Zunft beginnt mit einer Häskontrolle eine Woche zuvor. Nun ging es unter anderem um das Juchzen und den korrekten Umgang mit der Karbatsche. „In einem Fall mussten wir diesmal sogar die Aufnahme verweigern“, bestätigt Hänselevater Harald Kirchmaier, denn das Karbatschenschnellen wurde nicht beherrscht.

Die Satzung regelt klar, dass eine Zunftzugehörigkeit erst ab 18 Jahren möglich ist und jedem männlichen Überlinger eine Ehre sein sollte. Besiegelt wird die Zugehörigkeit mit dem Anbringen des sichtbaren Zunftwappens. Der Aufnahme in die Hänselezunft geht jeweils eine Anmeldung im Vorjahr voraus. Anmeldungen für die nächste Neuaufnahme im Jahr 2020 können demnach noch bis einschließlich kommenden Aschermittwoch, 6. März, bei Hänselevater Harald Kirchmaier abgegeben werden. Zur einfacheren Kontaktaufnahme kann auch die Hompage oder die Facebookseite der Hänselezunft
genutzt werden.

Kirchmaier bleibt Hänselevater – Wolfensperger wird Vize

Dass die diesjährige Versammlung der Überlinger Hänsele eine so große Resonanz erfahren sollte, war selbst für den erfahrenen Hänselevater Harald Kirchmaier nicht absehbar. So wurden an diesem Abend im Katholischen Pfarrzentrum sogar die Stimmzettel für die turnusmäßig angesetzte Neuwahl des gesamten Hänselerates knapp. „Das freut mich natürlich“, sagte Kirchmaier, der sich auch über das Wahlergebnis begeisterte. Für weitere vier Jahre wird er an der Spitze der Hänselezunft Überlingen (HZÜ) stehen, die sich als Abteilung der Narrenzunft versteht und für alle Belange rund um das Traditionshäs zuständig ist. Während also Harald Kirchmaier weitermacht, steht ihm ein komplett neues Vorstandsteam zur Seite. Zum neuen Vize-Hänselevater wurde Uwe Wolfensperger gewählt, der schon viele Jahre zuvor als Hänselerat und ehemaliger Hänseleschreiber aktiv war. Er tritt die Nachfolge von Erich Heggenberger an, der nach insgesamt 25 Jahren im Hänselerat nicht mehr kandidierte. Neuer Hänselekassier ist nun Ratsmitglied Andreas Weis. Er ist Nachfolger von Christian Oberem, der ebenso nicht mehr kandidierte. Neu ins Amt des Hänseleschreibers wurde Helmut de Francisco gewählt, als Nachfolger für den scheidenden Richard Beurer.

Im Rahmen der Hauptversammlung wurden auch 15 weitere Hänseleräte zum großen Teil in ihrem Amt bestätigt, zum anderen Teil auch neu hinzu gewählt. Dazu gehören Marco Tango, Uwe Blumenröther, Christian Hager, Max Heichele und Jascha Wehner. „Die müssen wir jetzt bis zu nächsten Fasnet einkleiden, mit Kappe, Fuhrmannskittel und Kniebundhose“, meinte Kirchmaier nach Bekanntgabe der Ergebnisse. In seinem Bericht über die letzte Fastnacht blickte der Hänselevater unter anderem auch auf die Neuaufnahme in die Zunft zurück, bei der alle Aspiranten ihre Schnellkünste eindrucksvoll unter Beweis stellten, jedoch nicht immer über das beste Schuhwerk verfügten. „Sauber und schwarz muss es sein, auch die Socken dazu“, erinnerte Kirchmaier abermals, genau wie an die Kuriosität des doppelten Narrenbaums am letzten Schmotzigen Dunschtig und den Hänselejuck mit immer mehr Hästrägern, sechs Musikkapellen und erstmals im Einsatz befindlichen LED-Fackeln. Diese würden auch beim nächsten Hänselejuck Anfang März 2019 zum Einsatz kommen, wie wohl auch wieder sechs Musikkapellen.